Archiv der Kategorie: Rapid NEU

Ich hab’s nicht vergessen…

Über die Dankbarkeit für den Ist-Zustand und warum dieser manchmal schwer zu verstehen ist…

Eine bekannte Textzeile aus einem Rocksong lautet, „die Zeit heilt Wunden, doch vergessen kann ich nicht…“
Diese Zeile trifft in der jüngeren Vergangenheit mehr denn je auf Unsere geliebte Rapid zu.

Wer hätte gedacht wie schnell es gehen sollte, dass Wir dank Unserem neuen Präsidium und all den anderen überaus fähigen, neuen Vereins-Verantwortlichen gerade dabei sind, Rapid dorthin zu führen wo Wir hingehören, in Europas Top 50! Das Stadion wächst heran, die Zahlen stimmen, Rapid spielt in der Europa League „für RotweißRot“, Rapid ist wieder „cool“.
Doch wie war das noch vor nicht allzu langer Zeit?
Wir standen vor dem Nichts, das Stadion war eine Ruine, von Visionen für den größten Verein in diesem Land konnten Wir treuen Anhänger nur träumen! Wir Grünen waren alle platzstürmende Gewalttäter, saufende Drecksproleten, Hassgriechen usw.
Rapidbashing war wieder en vogue!

Ich hab’s nicht vergessen!

Ich hab es nicht vergessen, wie ich mehr schlecht als Recht, für die Demo gegen die Zerstörung Unseres Vereins, neun A3 Zettel mit Tixo zusammengeklebt habe und meine Hoffnungen mit den Resten im Edding draufgeschrieben habe:
„PRO St. Hanappi Neu, PRO 30.000, PRO Grüne Wand“.
Ich hatte mich aber ehrlicherweise innerlich damit abgefunden, dass meine größte Angst bezüglich Rapid wahr werden könnte, nämlich im Prater zu enden, weil St. Hanappi keine Spielgenehmigung von der Bundesliga mehr erhalten würde.

Ich habe es nicht vergessen, als  meine beiden Freunde und ich, nach dem Demomarsch vorm Stadion schließlich ganz hinten an der Wand vom Zielpunkt standen, mit unserer Bastelarbeit in der Hand, als plötzlich jemand aus der ersten Reihe bestimmt auf uns zukam und ich nur dachte, „ach du Scheisse, hoffentlich sieht er das mim Stadion nicht anders als wir…“
Wir sind keine Ultras und keine Hools, mir blieb in dem Moment das Herz stehen! Ich habe es nicht vergessen, wie ich mich in dem Menschen täuschte, als er uns dann total freundlich hergewunken hat, uns den Weg durch die Menge bahnte hat und zu uns sagte, „Ihr stellts euch ganz vorne hin!“ Ich habe es nicht vergessen, das Gefühl das ich hatte in diesem Moment. Das Gefühl für Deinen Verein etwas zu tun, nämlich wenn es ihm schlecht geht, verdammt schlecht! Ich war verdammt stolz in diesem Moment, auch das werde ich nie vergessen.

Doch wer hätte uns denn einfach ein Stadion bauen sollen? Im Prater wäre Rapid auf Dauer zugrunde gegangen, weil Hütteldorf in Uns allen drin ist. Im Happel wären Wir auf ewig nur Gast geblieben. Wer in Wien der Klub ohne Heimat ist, muss ich jetzt wohl nicht weiter ausführen, Wir mit Sicherheit nicht.

Was Herr Krammer und Co in kürzester Zeit für Uns alle getan haben, dafür kann man ihnen sowieso nicht genug danken! Wir sind mehr als auf Schiene, wie rasant sich Unser Verein entwickelt und das auf jeglicher Ebene, ist unfassbar. Alleine wie Herr Müller & Co jetzt noch einen guten Ersatz für Beric gefunden haben hat mir endgültig gezeigt wie professionell jetzt endlich bei Rapid gearbeitet wird.
Doch vergessen wie es hätte ausgehen können nach der Äre Edlinger, beziehungsweise vor kurzem noch aussah, nämlich verdammt düster, sollte keiner von Uns jemals.

Ich habe auch nicht vergessen was Deni Alar für Uns getan hat, als er Uns quasi im Alleingang in die Europa League geschossen hat, in einer Zeit als die wahnwitzigen Kalkulationen der damaligen Wirtschaftsverantwortlichen eine Teilnahme an diesem Bewerb einfach mal vorsahen(!!!)…
Ich habe nicht vergessen, wie leicht dieses betriebswirtschaftliche Roulette-Spiel nach hinten hätte losgehen gehen können. Über die Konsequenzen von so mancher Nicht-Qualifikation möchte ich erst gar nicht nachdenken, da wird mir nämlich kotzübel…
Genau deswegen werde ich den Deni solange er bei Uns ist immer unterstützen. Er hat nicht einfach Tore geschossen, er hat uns damit möglicherweise vor einem Wirtschaftskollaps gerettet, möglicherweise von einem Ausmaß, wie damals nach dem Ausstieg der Bank Austria. Wegen ein paar unglücklichen Verletzungen dürfen einstige Helden nicht einfach ins Vergessen geraten! Schnellebiges Geschäft hin oder her! Ich glaube immer noch an Ihn, und weiß um die Bedeutung seiner Treffer für Rapid! So sieht das Unser Trainer wohl auch, der ja weiterhin mit Ihm plant! Deni ist ein begnadeter Fußballer, der jetzt endlich gesund bleiben muss!
Deswegen immer noch: „In Deni I trust“.

Ich habe keinen der Momente je vergessen, wenn Du an den Rand Deiner Moral gebracht wirst und Dich manchmal fragst, warum Du Dir das alles antust. Ob eine Niederlage im Regen bei 3 Grad auf der Wackeltribüne in Mattersburg, nach einer Weltreise in Innsbruck abbeissen, die etlichen unnedigen Ausflug in die SCS zum „Angstgegner“ Admira oder auch im Pub beim Millionen-Kopfball von Herrn Beric.
Die Leere nach solchen Rückschlägen vergisst man ebenfalls niemals. Man muss dieses schmerzhafte Gefühl auch immer wieder erleben und es dann auch für immer in sich bewahren. Solche Niederlagen sind es, die dich mit Deinem Verein zusammenschweißen.

Ich habe es nicht vergessen, das Cupspiel gegen Sturm vor 5.000 Zuschauern, als ich mich echt gefragt hab, was das hier alles noch soll! Ob ich nicht besseres zu tun habe…
Ich habe es nicht vergessen das Gefühl der Ablehnung, wenn irgendwelche Gloryhunter plötzlich „voll dabei“ sind im Europacup!

Und noch was hab ich nicht vergessen, das Gefühl Meister zu sein!

Eight years of hurt are enough!

GWG, Euer .

Bild: http://www.tornadosrapid.at

Die Rückkehr der Hütteldorfer Kanoniere

Was haben der SK Rapid und Arsenal gemeinsam? Nein, wir meinen jetzt nicht die Heimat des Heersgeschichtlichen Museums im dritten Bezirk, sondern die „Gunners“ aus Nordlondon. Beide Vereine werden oder, wie in Unserem Fall,  wurden aufgrund Ihrer Feuerkraft, „Kanoniere“ genannt.

Entstanden ist der Spitzname durch die Heldentaten die sehr erfolgreichen Mannschaftrund um Hans Krankl, Peter Pacult und Michael Konsel aus den 80ern, die im Europacup gegen Dynamo Dresden „das Wunder von Hütteldorf“ vollbrachte und dann bis ins Finale vorstieß.

Der 50-Tore Sturm der 00er Jahre, auch bekannt als „Maierhoffer“, machte dem leider fast vergessenen Spitznamen Rapids vorerst letztmalig alle Ehre.

Doch in dieser Saison scheinen die Kanoniere von Hütteldorf eine Renaissance zu erleben.

Mit Robert Beric haben wir seit Jimmy Hoffer erstmals wieder einen Mann im Sturm, der das Zeug dazu hat Torschützenkönig zu werden! Er besitzt diesen gewissen Torriecher und ist eben genau diese sympatische „Grätzn“ die man sein muss als Sturmspitze und die Unserer Mannschaft so gut tut. Nur seine Emotionen muss er noch besser kontrollieren lernen, denn gesperrt siehe zwei Rote gegen Sturm, bringt auch er Uns nichts 😉

Deni Alar, in meinen Augen nach wie vor Rapids begnadetster Fußballer, steht ihm als kongenialer Partner in der Attacke zur Verfügung. Bleibt er (KLOPF AUF HOLZ) endlich über einen längeren Zeitraum von schweren Verletzungen verschont, können Wir Uns neben vielen Toren vor allem auf spielerische Highlights freuen.

Tomi, der spanische Neuzugang aus dem Grödiger Schlussverkauf sollte auch für einige Tore in der nächsten Saison gut sein und bringt die gewisse südländische Cleverness mit, die Unseren jungen Burschen manchmal fehlt.

Welche Zukunft Philipp Prosenik beim Verein hat bleibt abzuwarten, wir halten Ihn für sehr talentiert, tippen aber eher auf Abschied, irren uns aber auch gerne!

Dann is da noch die „Akte Onisowo„, über die wir aber außer losen Gerüchten nichts wissen…

Wir waren im Angriff schon lange nicht mehr so präsent wie in dieser Saison. Schauen Wir mal wie viele Tore dem Rapidler des Jahres 2014 am Ende gelingen werden… Wir trauen Ihm sogar 25 Stück zu! Dass der Slowene auch Elfer schießen kann, hat er ja gegen Ried bewiesen!

Das Motto lautet jetzt also endlich wieder,

Auf geht’s KANONIERE!

GWG, Euer .

Bild: luzine-happel.de

Wieder mal zurück zum Start…

Statt mit 12 Punkten vor dem vtk zu stehen, sind es seit Sonntag nur noch 3…

Der WAC wartet nur darauf als Zweiter abgelöst zu werden und selbst Red Bull schwächelt!
Warum nützen Wir solche Chancen so selten aus, lassen Aufsteiger zu unüberwindbaren Hindernissen werden und richten selbst Unseren kriselnden Stadtrivalen wieder auf???

So sehr, die Niederlage im Derby schmerzt, oder 0 Punkte in 2 Spielen gegen den Aufsteiger, der mittlerweile vor Uns in Tabelle steht auch weh tun, Wir müssen weitermachen und wieder nach vorne schauen…

Nur sind Wir auch so ehrlich und geben zu, dass es schon verdammt frustrierend sein kann, wenn man das Gefühl hat, dass Wir seit Jahren IMMER und IMMER WIEDER BEI NULL ANFANGEN MÜSSEN…

In Deni We trust.

GWG, Euer .

Bild: http://www.swiss-monopoly.ch/images/start_large.png

Die Rückkehr zum Selbstverständnis!

Warum Rapid einen Titel mehr braucht als alles andere.

Wenn man in England von Titeln und Pokalen spricht, wird gerne der Begriff „Silverware“, also Tafelsilber, verwendet, welches Uns Rapidfans seit mittlerweile „2008“ nicht mehr auf den Tisch kam. Doch warum ist das so? Wir sind doch der Rekordmeister, für den regelmäßige Titel ganz normal sein sollten, oder?

Genau dort liegt der Hund begraben.
Viel zu lange wurde Uns von Vereinsseite eingeredet, dass ein zweiter Platz in der Meisterschaft das Höchste aller Gefühle ist, vor allem seit Uns mit Red Bull ein finanziell übermächtiger Gegner vor die Nase gesetzt wurde, welcher praktisch jedes Jahr Meister werden muss. Warum sollte man also den Meistertitel überhaupt anstreben? Viel zu oft wurde es ausgegeben, das „Ziel Platz 2“…

Soweit so „gut“. Seit das neue Präsidium am Ruder ist, weht ein frischer Wind. Neben dem Stadionprojekt das augenscheinlich auf Schiene zu sein scheint, hat Unser neuer Präsident auch endlich ambitionierte Ziele für den Verein in den Mund genommen. Das mehr als unglückliche Ausscheiden im EL-Playoff soll hierbei jetzt nicht überbewertet werden. Möglicherweise hat es in Hinsicht auf eine erfolgreiche nationale Saison auch sein Gutes.

Doch was bedeutet eine „erfolgreiche“ Saison?

Für Rapid kann dies einzig und alleine bedeuten die Saison mit (zumindest) 1 Titel zu beenden. Das man nicht jedes Jahr Meister werden kann ist Uns allen klar, nur davon sind Wir so oder so meilenweit entfernt. Unseren letzter Meistertitel feierten Wir vor 7 Jahren, Unseren letzten CupSieg gar vor „20“ Jahren. Man kann quasi von 1 Titel pro Jahrzehnt sprechen, was für das Selbstverständnis des Österreichischen Rekordmeisters und seinen treuen Fans eine Bilanz darstellt, welche mehr als ausbaufähig ist.

Alle 2-3 Jahre muss ein Titel her, anders kann der Anspruch als größter Fußballverein Österreichs auch gar nicht ausschauen. Diese Saison stehen Wir wieder mal vor der Chance Unseren 15. Cuptitel zu holen, welchem Wir nach Unserem Sieg gegen Wallern ein Stück näher gekommen sind.

Jetzt werden viele fragen, „wen interessiert der Cup?“ Dieser Meinung möchte ich hiermit entscheidend entgegen treten!

Der CupSieg wäre, neben dem positiven Nebeneffekt der Europaleague-Teilnahme, endlich wieder ein Schritt in die richtige Richtung was das entsprechende Selbstbild des SK Rapid angeht. Solch eine Veränderung kann nur durch Titel erreicht werden, weshalb auch das Stiefkind des Österreichischen Fußballs, der (mittlerweile heißt er) Samsung-Cup von Verein, Mannschaft und Fans durchaus ernst genommen werden sollte.

Rapid braucht ENDLICH wieder einen Titel, auch wenns „nur“ der Pokal ist!

Sollten Wir Uns am Sonntag gegen Red Bull durchsetzen ist vielleicht sogar in Sachen in Double noch alles möglich 😉

Für mehr SIEGER-Mentalität in uns Grünen, Wir schulden es unserer Geschichte!

GWG, Euer .