Archiv der Kategorie: Rapid NEU

Durchschnitt statt Top 50?

Vom Kampf gegen die Akzeptanz des Status Quo.

Nach dem Grauen der Vorsaison hofften Wir alle, dass Rapid in der Bundesliga endlich wieder angreifen und vor allem nach Europa zurückkehren könne! Der bisherige Saisonverlauf deutet bislang jedoch in keinster Weise darauf hin…

Reality Check

Nach 6 gespielten Runden findet sich der SK Rapid auf Platz 6 der Bundesliga-Tabelle wieder, der Abstand auf Spitzenreiter Sturm Graz beträgt bereits 10 Punkte und vor der Brust hat man mit Double-Sieger Red Bull eine denkbar schwere Aufgabe, gefolgt von einem weiteren Auswärtsspiel in Altach. Die Aussichten sind also, trotz des knappen Sieges im letzten Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Linz, nicht gerade verheißungsvoll.

Durchschnitt als neues Selbstverständnis?

Rapid als Durchschnittsmannschaft kennen Wir noch aus der katastrophalen Vorsaison, die Uns kurzzeitig gar im Abstiegskampf mitmischen ließ und trotz phänomenaler Fanunterstützung, auch nicht durch das Cupfinale in Klagenfurt zu retten war.
Dass sich dieses indiskutable Meisterschafts-Endergebnis, das trotz neuem Stadion und Rekord-Personalaufwand fabriziert wurde, jedoch wiederholen möglicherweise könnte und sich Grün/Weiß bereits nach weniger als einem Viertel der Spieltage, wahrscheinlich aus dem Titelrennen verabschieden würde, daran hätten wohl nur die größten Pessimisten vor der ersten Runde gedacht. Es scheint die Saison 2016/17 hat mehr kaputt gemacht als Wir alle dachten. Vor allem Unseren Anspruch und Unsere Erwartungshaltung! Waren Wir bis Ende 2015/16 damit unzufrieden, immer „nur“ als 2. die Meisterschaft zu beenden, ist man mittlerweile froh darüber nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Von Ambitionen die Schale seit 2008 endlich wieder nach Hütteldorf zu holen ganz zu schweigen…

Die Angst vor dem internationalen Absturz

Doch an den Meistertitel zu denken ist nach der Saison 2016/17 nicht nur unrealistisch, sondern schlichtweg vermessen. Ähnlich wie der kühne Plan der Vereinsführung, des raschen Enterns der Top 50 Vereinsmannschaften Europas, ein Unterfangen, das durch die mangelnde Europacup-Teilnahme eine zumindest vorzeitige Unmöglichkeit darstellt.
Eine Saison ohne Europapokal ist es auch, die Unser bisher solides, europäische Standing, das Wir Uns über Jahre, wie beispielsweise durch die beiden kleinen Wunder gegen Aston Villa, hart erarbeitet haben, in große Gefahr bringt! Die Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League war bis zur Vorsaison zum höchst erfreulichen und standesgemäßen Standard geworden und sollte es auch besser möglichst bald wieder werden!
Man stelle sich nämlich vor, was passiert wenn der SK Rapid auch in der aktuellen Spielzeit einen Qualifikationsplatz verpasst! Ein Absturz in der UEFA-Reihung und der Verlust des Status eines gesetzten Teams wären wohl unvermeidlich und zukünftig würden Uns dann wohl wieder weitaus schwierigere Gegner in den frühen Ausscheidungsrunden der Europa League-Qualifikation erwarten und somit einen Einzug in die Gruppenphase erheblich erschweren! Das darf auf keinen Fall passieren und deswegen muss dem Ziel Europacupplatz absolut alles andere untergeordnet werden!

Die Rapid schaut im Fernsehen zu…

Ich will ehrlich sein! Dem Stadtrivalen dann auch noch dabei zusehen zu müssen wir er sich dann unter anderem mit dem AC Milan in der Europa League messen darf tut sehr weh, da ich der Meinung bin, dass Wir mit Unseren Möglichkeiten weit vor den Lilanen stehen müssten! Dass Wir Uns vor den Herrschaften aus Favoriten sportlich eigentlich nicht zu verstecken brauchen, haben Wir im Derby gesehen, zumindest bis zur 73. Minute…

Voller Fokus auf den Sport

Abschließend möchte ich nochmals unterstreichen, dass Wir alle überaus dankbar sind, für alles was die Verantwortlichen des SK Rapid in Sachen Infrastruktur und Wirtschaftsbelange für den Verein geleistet haben! Damit haben Wir ein neues Level erreicht!
Der Sportliche Erfolg ist es jedoch, der wieder in den absoluten Fokus rücken muss, denn klar ist auch, dass sich ein sportlich erfolgloser Verein, auf Dauer mit Sicherheit nicht gewinnbringend vermarkten lässt…
Sollte sich jedoch der Erfolg bis in den Oktober hinein nicht einstellen, darf man im Sinne der Erhaltung der sportlichen Bedeutung Rapids auch nicht mehr vor personellen Veränderungen zurückschrecken!

Rapid darf niemals Durchschnitt sein!

Schließen möchte ich mit den hoffnungsvollen Worten von Rapid-Legende und Urgestein Alfred „Fredi“ Körner – seines Zeichens 7x österreichischer Meister, 1x österreichischer Cupsieger und 1x Zentropacupsieger mit Rapid – der vor kurzem bei einer Veranstaltung als Trinkspruch meinte:

„Auf dass Rapid endlich jetzt einmal dorthin kommt wie sie hingehören!“

Amen Fredi.

GWG, Euer #StefanGamlich.

Sturm der Verzweiflung

Warum sich Rapids Anspruch auch in den Angreifern ausdrücken muss!

Eine Szene hat sich in mein Hirn gebrannt, wie kaum ein anderer Rapid-Moment der letzten Jahre! Es ist jedoch ein sehr schmerzvoller Moment der sich immer wieder in meinem Kopf abspielt, so wie auch gestern Abend beim Europa League Exit in Genk.
Eine Szene die sich mir vor allem immer dann so klar vor meinem geistigen Auge darstellt, wenn einer Unserer Stürmer wieder mal eine 100%ige Torchance liegen lässt. So wie auch gestern Abend, als es Joelinton nicht fertig brachte das Gastgeschenk anzunehmen und kläglich am Schlussmann der Belgier scheiterte.
Diese Szene die mich bis heute verfolgt, stammt aus einem der besten Spiele die ich von Rapid je miterleben durfte. Ihr alle kennt diese Spiele! Man weiß genau, mit wem, man wo und vor allem mit welchen Emotionen das Match mitverfolgte. Bei mir war es das kleine Pub neben dem Gerngroß, mit meinem engsten Freund in Sachen SCR plus vielen Bekannten und wir haben den kleinen Raucherbereich des irischen Beisls, in einen Hexenkessel verwandelt.

Lapsus mit Langzeitfolgen

Die Rede ist vom heroischen Scheitern im Playoff für die Champions League gegen Schachtar Donezk im Jahre 2015. Ihr alle könnt Euch noch an die unfassbare Dramaturgie des so wichtigen Spiels in der Ukraine erinnern. Die Stimmung in dem Lokal, während diesen 90 Minuten, war unfassbar und wurde dem Match deswegen mehr als gerecht. Ich werde diesen Abend mein Leben lang nicht vergessen auch wenn er nicht gut für Uns endete!

Nach einem Spielverlauf der selbst Hollywood die Schamesröte ins Gesicht ins Gesicht getrieben hätte stand es schließlich ganz kurz vor Ende der Partie 2:2. Wir hatten Uns mehr als würdig verkauft und waren zwischenzeitlich durch ein Tor des Fußballgottes persönlich sogar schon aufgestiegen. In die Kabine ging es schließlich mit einem bereits erwähnten 2:2 und je länger das Match dauerte und das Ergebnis beim Alten blieb, wurde uns allen plötzlich schlagartig klar, dass die Sensation immer noch zum Greifen nahe war. Wir waren nur 1 Tor von Millionen für die Vereinskassa und dem Traum der Champions League entfernt. Unsere Jungs gaben absolut alles und plötzlich kam die wohl beste Flanke die ich je gesehen habe in den Strafraum! Das Ziel hieß selbstverständlich, Robert Beric.
Wir wollten sie reinschreien, diese Kugel, die wir vor unserem geistigen Auge alle schon im Netz zappeln sahen. Doch es geschah das Unfassbare! Der Knipser Beric – und das war er wirklich, seither gab es Keinen guten Stürmer mehr bei Uns- ließ diese Chance aus! Diesen Kopfball aus kurzer Distanz, von denen er normalerweise 9 von 10 blind reinhaut, setzte er neben das Tor.

Ihr fragt Euch jetzt vielleicht, warum ich mit der alten Geschichte ankomme?

Ganz einfach, weil diese vergebene Torchance bis heute nachhallt! Hätte der Kopfball gesessen, wäre Beric geblieben, wären Wir wären garantiert mit großem Vorsprung Meister geworden etc.
Kurz, Unser Schicksal hätte sich anders entwickelt.

Die Suche nach dem „Nachfolger“

Es ist nicht der Verlust von Beric – gute Leute werden wir immer schnell verlieren, so is das Geschäft – an dem ich bis heute knabbere, es ist die unzulängliche Nachbesetzung seiner Person! Was geschah nach dem Abschied des Slowenen?
Man holte Jelic als „Ersatz“, der dem Druck nie Stand halten konnte und dem es wohl auch ganz einfach an Qualität fehlt. Dann schickte man Alar in die Wüste, obwohl er den Verein vor dem finanziellen Untergang rettete, als es bei Uns im Verein noch Usus war mit einer eventuellen UEL-Quali zu budgetieren. Man verpflichtete weitere „Perspektiv“-Stürmer wie Kvilitaia, erneut aus einer Liga kommend, die weitaus schlechter ist als Unsere, und die vor allem alle kein Killer-Gen in sich tragen zu scheinen, wie es beispielsweise ein Rene Wagner hatte.
Gerne erinnere ich mich auch immer noch an den „50 Tore-Sturm“ der Saison 2008/09 zurück oder eben auch an Robert Beric!
So brav sich die jungen Burschen auch immer alle reinhauen mögen, ein Stürmer wird einzig und alleine an Toren gemessen!!! So gesehen sind alle 3 aktuellen Angreifer bislang kein Jackpot! Seit Beric haben Wir keinen ordentlichen Stürmer mehr…

Von versprochenen Äpfeln und gekauften Birnen

Nicht nur in mir brodelt wohl seit einiger Zeit eine tiefe Sehnsucht nach einem richtigen Stürmer, der dieses Prädikat auch verdient. Für mich ist die Abteilung „Angriff“ bei Uns leider derzeit nicht als solche zu bezeichnen! Wie bereits erwähnt am Beispiel Joelinton, war die Darbietung Unserer Speerspitze auch gestern in Belgien, größtenteils an Harmlosigkeit nicht zu überbieten… Denkt Ihr dass es mit dem vorhandenen Personal vorne drinnen noch was werden kann, oder müssen die Verantwortlichen im Winter, endlich doch noch über einen fertigen Stürmer nachdenken? Dieser wurde versprochen aber NIE geholt!!!

Top 50 oder Top 500?

Fest steht jedenfalls, dass bei Uns im Verein so ziemlich in allen Bereichen getan wird um Rapid tasächlich in Europas Top 50 zu führen! Stadion, Sponsoring, Bilanzen etc., alles auf einem Toplevel mittlerweile! Nur warum gibt man sich dann bei der, meiner Meinung nach wichtigsten Position am Spielfeld, mit weniger zufrieden als Rapid zusteht?
Wir brauchen für Unsere Ziele einen mit allen Wassern gewaschenen Knipser, der seine 25 Ligatore abliefert und im Europacup in engen Partien wie gestern Abend, dann eben den Unterschied für Uns ausmachen kann. Einer der keine Eingewöhnungszeit braucht und vielleicht mal gut wird…
Es ist ja schon paradox, dass es den Verantwortlichen in so gut wie allen Bereichen gar nicht schnell genug gehen kann, „Rapid in die Top 50“ zu bringen gar nicht schnell genug gehen kann, nur in Sachen Kaderpolitik der Abteilung Sturm, wir uns seit dem Verkauf von Robert Beric eher im Bereich „Top 500“ bewegen…

Die zahlreichen Treffer der Mittelfeldspieler wie Schaub, Schobesberger, Schwab oder in der letzten Saison auch noch Kainz etc. überdeckten diese Unzulänglichkeit lange, doch die fatale Harmlosigkeit der fordersten Front der Boys in Green ist spätestens seit dem Spiel in Genk nicht mehr zu leugnen!

Fragen für die Verantwortlichen

Mit folgenden Fragen sollten sich Unsere Verantwortlichen also baldigst beschäftigen:

  • Warum wurde es damals und bis heute verpasst einen würdigen und vor allem gleichwertigen Nachfolger für Robert Beric zu verpflichten?
  • Sind Joelinton, Jelic und Kvilitaia aus dem Holz aus dem ein Rapid-Knipser geschnitzt sein muss?
  • Sollte man nicht endlich ein gestandenes Schlitzohr für die Mittelstürmerposition engagieren und nicht wieder einen „Perspektivspieler“?
  • Kann sich der SK Rapid eine weitere verlorene Saison ohne Titel leisten, weil man keine Tore erzielt hat, da man weiterhin stur keinen gestandenen Angreifer verpflichten möchte?

Vielleicht erinnert man sich in der Geschäftsstelle ja bald mal an Unseren alten Spitznamen, „Hütteldorfer Kanoniere“ und legt Uns allen einen Stürmer unter den Christbaum, der seiner Aufgabe beim Rekordmeister Österreichs gewachsen ist und die jungen Stürmer mit Potential, in meinen Augen zumindest Joey, unter seine Fittiche nimmt.

Abschließen möchte ich Beric’s Worte nach dem bitteren Aus damals: “Ich würde alle Tore meines Lebens für das eintauschen.“ Ich kauf Ihm das bis heute ab und wünsche es mir wohl auch bis heute noch, doch so funktioniert das Leben eben nicht 🙂

In Hoffnung auf „stürmische“ Zeiten,

GWG, Euer Stefan Gamlich.

Bild: diepresse.com

Make Rapid Great Again

Über die Chance eine ganze Saison zu retten!

Als der, von mir seit langer Zeit sehr geschätzte, Damir Canadi als potentieller Trainerkandidat für den SK Rapid ins Spiel gebracht wurde, freute ich mich sehr, holte mich jedoch selber sehr rasch wieder von der Euphorie herunter, wir würden ihn mitten unter der Saison wohl sicher nicht bekommen. Doch da täuschte ich mich gewaltig!
Im Style eines echten Spitzenvereins nahmen die Verantwortlichen unseres Vereins, Gutes aber auch sicher gut angelegtes Geld in die Hand und schafften es so, den Taktikfuchs aus Vorarlberg loszueisen. DANKE dafür an Präsident Krammer und Co!!!

Die „bösen“ Grünen…

Um kurz auf die unpackbare Frage ,eines eigentlich sonst guten Journalisten, bei der heutigen PK einzugehen: Nein, Wir müssen uns nicht schämen weil wir dem „Leicester City Österreichs“ den Trainer „weggenommen“ haben! Ja, Fußball ist ein Geschäft und Damir Canadi hat sich für seine persönliche Weiterentwicklung entschieden und möchte mit Rapid so schnell es geht Titel gewinnen. Eine Win-Win Situation, GET OVER IT!

Ganz ehrlich bei dieser Frage saß ich wirklich kurz ungläubig vor dem PC, spiegelt sie doch eindrucksvoll die mangelnde Qualität und vor allem die mangelnde Professionalität der Journaille in diesem Land wieder.
Genau wegen einer solchen verweichlichten und amateurhaften Attitüde haben österreichische Vereine so wenig Erfolg… Jeder Spitzenverein in Europa bedient sich ab und an bei der direkten Konkurrenz, JEDER!!! Das ist Gang und Gebe, und NUR SO GEHT ES IN DIE TOP 50 Europas!!!
Man könnte ja gerne mal bei red bull nachfragen, die Uns seit ihrer Gründung so ziemlich jeden guten Spieler weggenommen haben! Die vergehen sich auch immer noch für Reue in Fuschl und Leipzig… Aber lassen wir das!
Auch sonst waren die Fragen wieder mal äußerst berechen- und austauschbar, damit hat man sich aber als geneigter Beobachter ja leider schon fast arrangiert…

Ein neuer Typ in Hütteldorf

Das es für die Schreiberlinge in Zukunft, „die Wohlfühloase-Hütteldorf“ nicht mehr geben wird, machte Canadi jedoch allen bereits bei seinem ersten Auftritt klar!
„Geht’s mit mir fair um, sonst bekommts ihr den Canadi den ihr glaubt zu kennen“, so in etwa eröffnete der Neo-Coach die PK und man merkte in der Sekunde, dass ab jetzt auch für die Medien ein anderer Wind wehen wird! Canadi ist ein Vollprofi, am Platz, mit den Spielern und vor allem auch im Umgang mit den Medien! Die „08/15-Phrasenschwein-Floskeln“ werden so manchem Vertreter der Medien in Zukunft ziemlich um die Ohren fliegen und das ist gut so!

Neuer Anfang – Neues Team

Dass ein neuer Trainer auch immer einen neuen Trainerstab mitbringt ist normal und international Gang und Gebe! Man denke beispielsweise nur an Jürgen Klopps Co-Trainer, Zeljko Buvac, der schon in Mainz an seiner Seite stand, ihn nach Dortmund begleitete und ihm nun auch in Liverpool den Rücken freihält. Ein Trainer braucht seine Vertrauten um sich herum, sonst wird sich kein Erfolg einstellen!
Deswegen war die Verwunderung groß als Büskens einfach so das Team von Barisic übernahm! Es konnte nicht funktionieren und es kostete schließlich ihm und Spezi Müller den Job!
Diesmal wird endlich auch der sportliche Bereich komplett durchgewirbelt und überfällige Personalentscheidungen wie die Trennung von Jancker, Hedl und wahrscheinlich auch Hickersberger, endlich durchgezogen.

So geht Neuanfang, nur so!!!

Ich freue mich, dass der Verein mit Damir Canadi die beste und nicht die „richtige“ Wahl getroffen habe und freu mich drauf, die Hammerspiele gegen red bull und Sturm wieder mit Hoffnung im Herzen mitzuerleben.

Make Rapid Great Again 🙂

GWG, Euer #StefanGamlich.

Bild: salzburg.com

Die stockende Metamorphose in Grün/Weiß

Der SK Rapid 2016 – Ein Verein auf der Suche nach sich selbst

Die Metamorphose (griech. μεταμόρφωσις = Umgestaltung, Verwandlung, Umwandlung), auch Metabolie (griech. μεταβολή = Veränderung), ist in der Zoologie die Umwandlung der Larvenform zum Adultstadium, dem geschlechtsreifen, erwachsenen Tier (Gestaltwandel). Wikipedia

Nach dem 1:1 gegen Sassuolo in der Europa League war es, als ich eine unglaubliche Leere in mir spürte. Es war eigentlich nichts geschehen, 4 Punkte nach 3 Spielen, mit allen Chancen auf den Aufstieg, also warum war ich innerlich so unglaublich betrübt und hinterfragte gar für einen schwachen Moment, mein langjähriges, intensives Engagement für Unseren SK Rapid?
Meinen Freunden ging es auch nicht anders, hatten wir plötzlich alle den Realitätssinn verloren?

Unverständnis, Angst und Dunkle Vorahnungen

Nein das hatten wir ganz und gar nicht und es ging in diesem Fall in erster Linie gar nicht um das Ergebnis! Wir halten Unsere Rapid aufgrund der positiven Entwicklungen in Sachen Wirtschaft und Infrastruktur, jetzt auch nicht plötzlich für den FC Bayern oder Real Madrid mit dem Anspruch jede Partie klar für sich entscheiden zu müssen! Es war viel mehr der Ausdruck einer neuerlichen Enttäuschung über eine verschenkte 2. Halbzeit mit einem fast schon symbolischen Eigentor unseres sonst wohl sichersten Verteidigers, als traurigen Höhepunkt.
Es war der Ausdruck des Unverständnisses einen ungefährlichen Gegner, warum auch immer, zurück ins Spiel einzuladen und diesem einen Punkt als Gastgeschenk mitzugeben.
Es war der Ausdruck der Angst vor einer Bestätigung einer fürchterlichen „Leistung“ gegen Altach, die nur aus stumpfen Querpässen und blinden hohen Bällen, die zum Großteil im Out landeten, bestand und es war vor allem der Ausdruck einer dunklen Vorahnung, dass das erste Heimderby im Weststadion zum Albtraum werden könnte

Lose your Illusion

Doch was ist eigentlich geschehen?
Die Saison 2016/17 sollte für Uns doch zum großen Siegeszug durch Österreichs Stadien werden. Der Beginn von Rapids Wandlung zu einem Weltverein mit dem festen Blick auf die Etablierung in Europas Fußballelite, Stichwort Top 50, eben einer Metamorphose von der kleinen grünen Raupe zum stolzen Schmetterling…
Dafür wurde eigentlich auch alles unternommen was ging!
Noch nie wurde so viel Geld für neue Spieler ausgegeben, das neue Stadion wurde als Allheilmittel in all Unsere Köpfe eingepflanzt – Leute die meinten, das Stadion wird auch keine Tore schießen, wurden belächelt – der erste Meistertitel seit acht Jahren war sozusagen eigentlich nur noch Formsache.
Deshalb fiel dann auch der erneute Nichtmeistertitel in der letzten Barisic-Saison nicht ins Gewicht – die Schale war wohlgemerkt absolut drinnen – im neuen Stadion mit den zahlreichen, potenten Sponsoren würde es ohnehin nur noch darum gehen ob der Sekt gut gekühlt und der Lachs frisch.

„Fortschritt“ und Wucher am „Würtstelstandl““

Unsereins freut sich derweil über „fanfreundliche“ Buffetpreise wie zB.: 5(!!!) € für ein Hot Dog und Rapid-Marie geschuldeten Wartezeiten und Komplikationen, die meistens eine ganze Halbzeitpause abdecken…
Da gibt es noch ordentlich Nachhol- und vor allem Nachbesserungsbedarf sowohl was die Preispolitik als auch die Flexibilität (jeder der schon mal 10 Cent zu wenig Kredit auf der Marie hatte für 2 Bier und 1 Hotdog hatte weiß genau was ich meine…) des Systems betrifft. Ich erinnere da immer gerne an das Westfalenstadion, in dem die Bezahlkarte optional ist und das bei über 80.000 Fans…

Aber das führt jetzt zu weit, wenngleich es beispielhaft ist, dafür was bei Unserem Verein so abläuft, schöner Schein ja, aber steckt ein gründlich durchdachtes System und in diesem bestimmten Fall soziale Fairness (Stichwort „Sport des kleinen Mannes“…) dahinter?

Ein bitteres Erwachen

Aber zurück zum Thema! Oh mein Gott, sind Wir aber hart auf den Boden der Realität aufgeschlagen…
Mit 4 Punkten Rückstand auf den Europacupplatz glotzen Wir Alle mit einer manischen Fassungslosigkeit auf die Tabelle und Uns wird klar, dass es auch in dieser doch geplanterweise so verheißungsreichen Spielzeit, die eigentlich mit dem richtigen Spirit angegangen wurde, es wohl wieder nichts werden wird mit dem Meistertitel…
Versteht mich bitte nicht falsch, ich unterschreibe Präsident Krammers Meister-Anspruch jeden Tag, da Rapid sich nun mal über Titel definiert und auch muss, aber Unser Präsident als strategisch denkender Kaufmann wäre jetzt gefragt. Es ist seine Stunde, seine Expertise ist notwendig, denn nicht nur er als Ökonom wird sich langsam fragen, „Wo bleibt der „return on investment““?
Denn gute Spieler wie Deni Alar – laut seiner Aussage ohne Kommunikation von Vereinsseite – einfach zu verjagen und gegen offensichtlich schlechteres Personal zu ersetzen – ja ich meine bis auf  Joey – als überspielte und überforderte Ausnahme – die Abteilung Angriff, kann ganz einfach nicht zum Erfolg führen.
Zudem muss man sich lauf Vereinsseite langsam endgültig die Frage stellen ob das deutsche Tandem Müller/Büskens wirklich das Gelbe vom Ei ist? Derzeit scheint das eher zweifelhaft…
Baueropfer suche ich mit Büskens jedoch keinesfalls, er kann die Chancen ja auch schwer selber reinmachen, wenngleich er mit Sicherheit mehr Motivator als Taktikfuchs ist…
Arroganz? Worauf hinauf!?

Dieses Duo fiel mir außerdem in letzter Zeit vor allem durch flapsige Antworten bei den PKs auf, denn durch praktizierte Expertise. Wenn man bedenkt wie milde die Fragen der Journalisten in Österreich – man stelle sich die Fragen der Journaille vor, wären wir ein Premier League Top-Verein in der gleichen Situation… – grundsätzlich sind, ist so ein Verhalten vor allem eines und zwar unhöflich. Weiters ist es ein Ausdruck von Hilflosigkeit wenn man gleich aus der Haut fährt, Fragen ins Lächerliche zieht und damit andeutungsweise die Intelligenz der Reporter hinterfragt oder ganz einfach in einer Tour mit den Augen rollt… Man könnte also fast meinen, dass Unsere Verantwortlichen, mit ihrer unterschwelligen Arroganz, die sich vor allem bei den Medienterminen bemerkbar machte, (was so überhaupt nicht zu unserem bodenständigen Background passen will und meiner Meinung nach alleine deswegen schon komplett deswegen entbehrlich ist und aufgrund der “Titelflut“ der letzten 10 Jahre jeglicher Grundlage entbehrt) vom Karma ihre Rechnung präsentiert bekommen haben!
Und Karma ist bekanntlich eine Schl…e!
Wenn dann noch ein Louis Schaub, der ohne Frage derzeit der einzige spielerische Lichtblick in Unserem Team ist, nach dem Katastrophen-Kick gegen Altach, ernsthaft meint „er kann den Unmut der Fans nicht verstehen,“ dann muss man sich fragen ob diese vollkommen deplatzierte Arroganz vor der Spielerkabine halt macht!
Kurzum in Unserem Verein herrscht eine augenscheinliche Diskrepanz zwischen Anspruch/Selbstbild und der bitteren Realität, die sich wiedermal Kampf um den Europacupplatz nennt.

Cup der letzten Hoffnung

Umso ernster sollten Wir den Pokalbewerb nehmen, ist doch die derzeitige Meisterschaftssituation nicht wirklich verheißungsvoll und würde ein Sieg in diesem oft so stiefmütterlich behandelten Bewerb, in dem Wir bekanntermaßen seit 1995 kaum brillierten, die Rettung der Saison und das Ende der verdammten Titellosigkeit bedeuten!
Jedenfalls können Wir es Uns in diesem Jahr weniger denn je leisten, den Cup so abzuschenken wie beispielsweise in der letzten Saison im Heimspiel gegen die Admira. Mir ist der Pokal wichtig und auch wohl den meisten von Euch, denn wer seit 2008 nichts mehr gewonnen hat kann sich auch dem ÖFB-Cup gegenüber ganz einfach keinerlei Arroganz erlauben und muss diesen zu 1899% gewinnen wollen!

Zusammen aus der Krise

Also lasst Uns doch bitte alle zusammen von Unserem hohen Ross steigen und alles dafür tun, dass aus dieser Saison der Hoffnung keine Saison der Ernüchterung wird.
Wie weh es tut seine Meistertitelträume wohl wieder begraben zu müssen, brauche ich Euch nicht erklären, factum ist jedoch, dass Wir jetzt in dieser Situation sind und es nur geschlossen den Karren aus dem Dreck zu ziehen!
Wir Fans werden Unseren Teil dazu beitragen und die Mannschaft – die derzeit wirklich schlimm von Verletzungen gebeutelt ist – so gut Wir können unterstützen. Die Entscheidungen die notwendig sein werden um wieder Erfolg zu haben müssen jedoch andere Leute treffen!

Also nehmen Wir alle die Situation an wie sie ist!

Sorgen wir dafür, dass Unser Leitbild auch tatsächlich von allen gelebt wird, denn diese Grundwerte sind es die Uns ausmachen.
Traditionen wie die Viertelstunde sind es die Uns zu Grünen machen, denn das Wort „aufgeben“ und Rapid sollten niemals im selben Satz genannt werden, auch wenn es manchmal wirklich weh tut seinen geliebten Verein so sehen zu müssen.

Machen Wir Uns wieder klar wer wir sind, woher Wir kommen und lassen Wir Uns den Glanz und Glamour des neuen Stadions und des wirtschaftlichen Erfolges nicht zu Kopf steigen!

In anderen Worten, versuchen Wir endlich Uns nicht mehr selbst im Weg zu stehen, dann ist wohl noch (fast…) alles möglich!

Kopf hoch Rapidler, wenn Wir Uns wieder an Unsere Wurzeln und Unseren wahren Spirit erinnern, schaffen Wir es das Ruder noch herumzureißen 🙂

GWG, Euer #StefanGamlich.

Bild: weltfußball.at

 

Große Erwartungen

Rapid 2016 – Am Ziel vieler Träume und doch erst ganz am Anfang

Als ich im November 2011 die „Initiative zur Sanierung von St. Hanappi“ aus einer Laune heraus gründete, hätte ich mir wie wohl wie die meisten Rapidler nicht ausmalen können, am ersten Bundesliga-Spieltag 2016/17, gegen Ried in das geilste Stadion Österreichs gehen zu dürfen.

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Self Fulfilling Prophecy – Wer nicht gewinnen will, der wird auch scheitern!

Darüber warum selbst eine noch erfolgreiche Mission 33, Rapid nicht von seinem Irrweg abbringen würde.

Realitycheck:
Die aktuelle Lage sieht so aus, dass wir es innerhalb von 3 Runden geschafft haben aus 2 Punkten Vorsprung, 4 Rückstand zu machen!
Irgendwie hatten wir das ja schon fast erwartet geschah es doch alles mit Ansage, nachdem von Vereinsseite der mögliche Meistertitel ähnlich behandelt wurde wie das Weihwasser vom Teufel.

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Ich hab’s nicht vergessen…

Über die Dankbarkeit für den Ist-Zustand und warum dieser manchmal schwer zu verstehen ist…

Eine bekannte Textzeile aus einem Rocksong lautet, „die Zeit heilt Wunden, doch vergessen kann ich nicht…“
Diese Zeile trifft in der jüngeren Vergangenheit mehr denn je auf Unsere geliebte Rapid zu.

Wer hätte gedacht wie schnell es gehen sollte, dass Wir dank Unserem neuen Präsidium und all den anderen überaus fähigen, neuen Vereins-Verantwortlichen gerade dabei sind, Rapid dorthin zu führen wo Wir hingehören, in Europas Top 50! Das Stadion wächst heran, die Zahlen stimmen, Rapid spielt in der Europa League „für RotweißRot“, Rapid ist wieder „cool“.
Doch wie war das noch vor nicht allzu langer Zeit?
Wir standen vor dem Nichts, das Stadion war eine Ruine, von Visionen für den größten Verein in diesem Land konnten Wir treuen Anhänger nur träumen! Wir Grünen waren alle platzstürmende Gewalttäter, saufende Drecksproleten, Hassgriechen usw.
Rapidbashing war wieder en vogue!

Ich hab’s nicht vergessen!

Ich hab es nicht vergessen, wie ich mehr schlecht als Recht, für die Demo gegen die Zerstörung Unseres Vereins, neun A3 Zettel mit Tixo zusammengeklebt habe und meine Hoffnungen mit den Resten im Edding draufgeschrieben habe:
„PRO St. Hanappi Neu, PRO 30.000, PRO Grüne Wand“.
Ich hatte mich aber ehrlicherweise innerlich damit abgefunden, dass meine größte Angst bezüglich Rapid wahr werden könnte, nämlich im Prater zu enden, weil St. Hanappi keine Spielgenehmigung von der Bundesliga mehr erhalten würde.

Ich habe es nicht vergessen, als  meine beiden Freunde und ich, nach dem Demomarsch vorm Stadion schließlich ganz hinten an der Wand vom Zielpunkt standen, mit unserer Bastelarbeit in der Hand, als plötzlich jemand aus der ersten Reihe bestimmt auf uns zukam und ich nur dachte, „ach du Scheisse, hoffentlich sieht er das mim Stadion nicht anders als wir…“
Wir sind keine Ultras und keine Hools, mir blieb in dem Moment das Herz stehen! Ich habe es nicht vergessen, wie ich mich in dem Menschen täuschte, als er uns dann total freundlich hergewunken hat, uns den Weg durch die Menge bahnte hat und zu uns sagte, „Ihr stellts euch ganz vorne hin!“ Ich habe es nicht vergessen, das Gefühl das ich hatte in diesem Moment. Das Gefühl für Deinen Verein etwas zu tun, nämlich wenn es ihm schlecht geht, verdammt schlecht! Ich war verdammt stolz in diesem Moment, auch das werde ich nie vergessen.

Doch wer hätte uns denn einfach ein Stadion bauen sollen? Im Prater wäre Rapid auf Dauer zugrunde gegangen, weil Hütteldorf in Uns allen drin ist. Im Happel wären Wir auf ewig nur Gast geblieben. Wer in Wien der Klub ohne Heimat ist, muss ich jetzt wohl nicht weiter ausführen, Wir mit Sicherheit nicht.

Was Herr Krammer und Co in kürzester Zeit für Uns alle getan haben, dafür kann man ihnen sowieso nicht genug danken! Wir sind mehr als auf Schiene, wie rasant sich Unser Verein entwickelt und das auf jeglicher Ebene, ist unfassbar. Alleine wie Herr Müller & Co jetzt noch einen guten Ersatz für Beric gefunden haben hat mir endgültig gezeigt wie professionell jetzt endlich bei Rapid gearbeitet wird.
Doch vergessen wie es hätte ausgehen können nach der Äre Edlinger, beziehungsweise vor kurzem noch aussah, nämlich verdammt düster, sollte keiner von Uns jemals.

Ich habe auch nicht vergessen was Deni Alar für Uns getan hat, als er Uns quasi im Alleingang in die Europa League geschossen hat, in einer Zeit als die wahnwitzigen Kalkulationen der damaligen Wirtschaftsverantwortlichen eine Teilnahme an diesem Bewerb einfach mal vorsahen(!!!)…
Ich habe nicht vergessen, wie leicht dieses betriebswirtschaftliche Roulette-Spiel nach hinten hätte losgehen gehen können. Über die Konsequenzen von so mancher Nicht-Qualifikation möchte ich erst gar nicht nachdenken, da wird mir nämlich kotzübel…
Genau deswegen werde ich den Deni solange er bei Uns ist immer unterstützen. Er hat nicht einfach Tore geschossen, er hat uns damit möglicherweise vor einem Wirtschaftskollaps gerettet, möglicherweise von einem Ausmaß, wie damals nach dem Ausstieg der Bank Austria. Wegen ein paar unglücklichen Verletzungen dürfen einstige Helden nicht einfach ins Vergessen geraten! Schnellebiges Geschäft hin oder her! Ich glaube immer noch an Ihn, und weiß um die Bedeutung seiner Treffer für Rapid! So sieht das Unser Trainer wohl auch, der ja weiterhin mit Ihm plant! Deni ist ein begnadeter Fußballer, der jetzt endlich gesund bleiben muss!
Deswegen immer noch: „In Deni I trust“.

Ich habe keinen der Momente je vergessen, wenn Du an den Rand Deiner Moral gebracht wirst und Dich manchmal fragst, warum Du Dir das alles antust. Ob eine Niederlage im Regen bei 3 Grad auf der Wackeltribüne in Mattersburg, nach einer Weltreise in Innsbruck abbeissen, die etlichen unnedigen Ausflug in die SCS zum „Angstgegner“ Admira oder auch im Pub beim Millionen-Kopfball von Herrn Beric.
Die Leere nach solchen Rückschlägen vergisst man ebenfalls niemals. Man muss dieses schmerzhafte Gefühl auch immer wieder erleben und es dann auch für immer in sich bewahren. Solche Niederlagen sind es, die dich mit Deinem Verein zusammenschweißen.

Ich habe es nicht vergessen, das Cupspiel gegen Sturm vor 5.000 Zuschauern, als ich mich echt gefragt hab, was das hier alles noch soll! Ob ich nicht besseres zu tun habe…
Ich habe es nicht vergessen das Gefühl der Ablehnung, wenn irgendwelche Gloryhunter plötzlich „voll dabei“ sind im Europacup!

Und noch was hab ich nicht vergessen, das Gefühl Meister zu sein!

Eight years of hurt are enough!

GWG, Euer .

Bild: http://www.tornadosrapid.at

Die Rückkehr der Hütteldorfer Kanoniere

Was haben der SK Rapid und Arsenal gemeinsam? Nein, wir meinen jetzt nicht die Heimat des Heersgeschichtlichen Museums im dritten Bezirk, sondern die „Gunners“ aus Nordlondon. Beide Vereine werden oder, wie in Unserem Fall,  wurden aufgrund Ihrer Feuerkraft, „Kanoniere“ genannt.

Entstanden ist der Spitzname durch die Heldentaten die sehr erfolgreichen Mannschaftrund um Hans Krankl, Peter Pacult und Michael Konsel aus den 80ern, die im Europacup gegen Dynamo Dresden „das Wunder von Hütteldorf“ vollbrachte und dann bis ins Finale vorstieß.

Der 50-Tore Sturm der 00er Jahre, auch bekannt als „Maierhoffer“, machte dem leider fast vergessenen Spitznamen Rapids vorerst letztmalig alle Ehre.

Doch in dieser Saison scheinen die Kanoniere von Hütteldorf eine Renaissance zu erleben.

Mit Robert Beric haben wir seit Jimmy Hoffer erstmals wieder einen Mann im Sturm, der das Zeug dazu hat Torschützenkönig zu werden! Er besitzt diesen gewissen Torriecher und ist eben genau diese sympatische „Grätzn“ die man sein muss als Sturmspitze und die Unserer Mannschaft so gut tut. Nur seine Emotionen muss er noch besser kontrollieren lernen, denn gesperrt siehe zwei Rote gegen Sturm, bringt auch er Uns nichts 😉

Deni Alar, in meinen Augen nach wie vor Rapids begnadetster Fußballer, steht ihm als kongenialer Partner in der Attacke zur Verfügung. Bleibt er (KLOPF AUF HOLZ) endlich über einen längeren Zeitraum von schweren Verletzungen verschont, können Wir Uns neben vielen Toren vor allem auf spielerische Highlights freuen.

Tomi, der spanische Neuzugang aus dem Grödiger Schlussverkauf sollte auch für einige Tore in der nächsten Saison gut sein und bringt die gewisse südländische Cleverness mit, die Unseren jungen Burschen manchmal fehlt.

Welche Zukunft Philipp Prosenik beim Verein hat bleibt abzuwarten, wir halten Ihn für sehr talentiert, tippen aber eher auf Abschied, irren uns aber auch gerne!

Dann is da noch die „Akte Onisowo„, über die wir aber außer losen Gerüchten nichts wissen…

Wir waren im Angriff schon lange nicht mehr so präsent wie in dieser Saison. Schauen Wir mal wie viele Tore dem Rapidler des Jahres 2014 am Ende gelingen werden… Wir trauen Ihm sogar 25 Stück zu! Dass der Slowene auch Elfer schießen kann, hat er ja gegen Ried bewiesen!

Das Motto lautet jetzt also endlich wieder,

Auf geht’s KANONIERE!

GWG, Euer .

Bild: luzine-happel.de